zoogeschichte

Wildpark, Heimattierpark, Tierpark, Zoologischer Garten –
85 Jahre nur ein Wimpernschlag der Zeit

Die Geschichte des jetzigen Zoologischen Gartens Eberswalde geht bis auf das Jahr 1795 zurück. Es war David Schickler, der die westwärts vom Zainhammer gelegenen Wasserfallanlagen im heutigen Tiergarten schuf. Das Waldgelände mit seinen Brücken, Wasserfällen, Springbrunnen, Lauben und einer Grotte war damals nicht nur für Natur- und Heimatfreunde ein lohnendes Ausflugsziel. Nach Eröffnung der Eisenbahnlinie Berlin-Eberswalde im Jahr 1842 waren die Wasserfallanlagen auch für die Berliner gut erreichbar. Durch den späteren Musikdirektor Franz Mücke wurde der Wasserfall im Jahr 1847 für das große Märkische Sängerfest, das in den Folgejahren zur Tradition werden sollte, ausgewählt. Das „Mücke-Denkmal“ wurde zu Ehren des inzwischen verstorbenen Musikdirektors am 28. Juni 1863 feierlich enthüllt. Während der Umgestaltung der Wasserfallanlagen in den Jahren 1884 bis 1886 erhielt der Eberswalder Wasserfall am 3. August 1884 eine eigene Eisenbahnhaltestelle.

Im Jahr 1929 erfolgte dann der eigentliche Startschuss zur Entwicklung einer tiergärtnerischen Einrichtung. Bruno Schulz übernahm im Jahr 1929 die damalige Wasserfallgaststätte als Pächter. Als passionierter Tierliebhaber begann er Schulz die Neuplanung einer geräumigen und vor allem niveauvollen Ausflugsstätte mit einem angrenzenden kleinen Wildpark. Der Erstbesatz umfasste damals etwa 20 einheimische Wildtiere. In den Folgejahren avancierten Uhus, Bläßhühner, Störche, Rotfüchse, Marder, Waschbären, Rot- und Damwild und vieles mehr, neben einer hervorragend geführten Gaststätte, zu einem wahren Besuchermagneten.

Das Lebenswerk des Bruno Schulz fand am 24. April 1945 durch die völlige Zerstörungen des „Wasserfallparkes“ leider ein trauriges Ende. Fliehende Waffen-SS-Verbände sorgten dafür, dass nur noch ein Fleckchen verbrannter Erde vom Wildpark sowie der Gaststätte übrig blieb. Der Wiederaufbau des Wasserfallparkes im Rahmen des Nationalen Aufbauwerkes war Bestandteil des 2. Fünfjahrplanes der ehemaligen DDR bis zum Jahr 1960. Der Sohn Günter Schulz war es, der im Jahr 1957 die Planung und später die Gestaltung des nun Heimattierparkes Eberswalde übernahm. Nach nur einem Jahr Bauzeit entstanden erste Tiergehege, die Umzäunung des Geländes, das kleine Kassenhäuschen sowie das Tierpark-Wohnhaus des Direktors.

Zahlen und Fakten des Eberswalder Tiergartens nach den Kriegsjahren bis zur politischen Wende:

  • Wiedereröffnung des „Heimattierparks“
  • Bau eines Leopardengeheges
  • Einweihung des Löwenhauses mit erstem kleinen Außengehege, Bau eines Kinderspielplatzes
  • Ein Gehege für Shetlandponys entsteht, Bau der kleinen Tierparkgaststätte
  • Bau einer Tierfutterküche sowie des „Futterbergehauses“; Parkflächen am alten Zooeingang entstehen; Errichtung von Gehegen für Esel, Schafe und  Ziegen sowie eines Warmhauses für Husarenaffen; Bau des Damwildgatters
  • Volieren für Waldkäuze und Schleier-Eulen werden aufgebaut; Bau einer ersten Holzbrücke über den Teich; Errichtung einer Besuchertoilette
  • Kleine Anlagen für Iltisse und Waschbären sowie größere für Mufflons und Lamas entstehen
  • 1969: Eröffnung der Tierpark-Gaststätte anlässlich des 20. Jubiläums der DDR
  • Die Gehegeanlage für Bengaltiger entsteht, das Sozialgebäude wird errichtet
  • Bau einer Voliere für Europäische Uhus
  • Bau und Eröffnung eines kleinen Tiergeheges für Sibirische Tiger
  • Bau eines Yak- und eines Wapitihirschgeheges
  • Eine Buswendestelle entsteht; Beginn des Umbaus der Tierpark-Verwaltung, Bau von Garagen und einer Werkstatt
  • Errichtung einer Großvoliere für Steinadler
  • Entstehung einer Nasenbärengrotte; Sanierung der Baum- und Steinmardergehege
  • Anlagen für Rot- und Polarfüchse werden errichtet
  • Bau einer Voliere für Europäische Wildkatzen sowie eines Geheges für Europäische Luchse

Unter der Leitung von Günter Schulz entwickelte sich der Park zu einer niveauvollen tiergärtnerischen Einrichtung, die in der damaligen DDR ihresgleichen suchte. Auf Grund der erfolgreichen Haltung u.a. von Löwen, Tigern, Pumas, Leoparden, Bären und später auch Affen wurde der damalige Heimattierpark in Tierpark Eberswalde umbenannt und in die Fachgruppe „Kommission der Tiergärten der DDR“ des Kulturministeriums berufen.

Am 19. September 1981 nahm der Autor nach Beendigung seines Biologiestudiums an der Humboldt-Universität zu Berlin seine Arbeit als wissenschaftlicher Assistent im damaligen Tierpark Eberswalde auf. Im Folgejahr wurde er zum stellvertretenden Direktor und im April des Jahres 1989 zum Direktor berufen. Zu den althergebrachten tiergartenrelevanten Schwerpunkten wie Zucht und Haltung von Wild- und Haustieren kamen jetzt neue Aufgaben wie Umweltbildung und -erziehung, Arten- und Naturschutz sowie biologische Forschungsthemen hinzu. Metallzäune, geputzte Fassaden und Sichtbeton verschwanden allmählich und machten jetzt gut einsehbaren Freianlagen Platz. Naturstein, Eichen- und Robinienholz wurden jetzt als Baumaterial verwendet. Zielstellung war ein möglichst naturnah gestalteter Tiergarten mit hübschen Details und interessanten Tieren aus fünf Kontinenten.

Zahlen und Fakten der Entwicklung des Tierparks zu einem national wie international anerkannten barrierefreien Zoologischen Garten

1990 

  • Unterschriftsaktion nach der Wende „Soll unser Tierpark erhalten bleiben“ – Viele Tausend Eberswalder halfen
  • Gründung des Vereines der Freunde und Förderer des Tierparks Eberswalde e.V.

1991

  • Tierparkteich – Beginn einer 3-jährigen Sanierung                                           
  • erste Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) beginnen, Gehwege werden behindertengerecht gepflastert

1992

  • Neubau des Trampeltier- und Yakgeheges                                              
  • erste völlig freilebende Affengruppe im Zoo (Weißbüscheläffchen)                 
  • Bau einer neuen Teichbrücke, des Taubenhauses sowie des Hängebauchschweingeheges
  • ein großer neuer Spielplatz entsteht

1993 

  • Neubau eines Lama-sowie eines Zebrageheges                        
  • Bau einer Schnee-Eulenvoliere          
  • Drei Gehege für Sakis, Lisztäffchen und Katta entstehen in Kooperation mit dem Berliner Institut für Zoo- und Wildtierforschung
  • Neugestaltung des Wildschweingeheges – Zäune fallen
  • der 1. gepflasterte Parkplatz entsteht
  • Rekonstruktion des alten Sängerdenkmales
  • Löwenäffchengehege, Uhu-Voliere und das Nilgauantilopengehege werden gebaut

1994

  • es entstehen eine Anlage für Steinmarder, ein neues Wisenthaus, eine neue Anlage für
  • Stachelschweine, das Gepardengehege sowie das Flamingohaus mit Außenanlage                            
  • das Tigergehege wird erstmals erweitert und umgebaut                                       
  • die Teichsanierung ist nach 3 Jahren abgeschlossen, zwei       Fontänen und Inseln
  • entstehen zusätzlich
  • zweite völlig freilebende Affengruppe im Zoo (Weißkopfmakis)                                   

1995

  • Neubau eines Haustiergeheges, einer Anlage für Kattas sowie einer Gänsegeiervoliere          
  • Neueröffnung der Zoogaststätte „Brauner Bär“ nach Sanierung       
  • das Tierparkhäusl wird rekonstruiert und neueröffnet

1996

  • Bau des Pinguingeheges                                                                                           
  • Sanierung und Umbau des Rothirschhauses, es wird zum Antilopen- und Zebrahaus         
  • der 2. Zooparkplatz wird komplett umgebaut
  • Bau der Anlage für schwarze Leoparden
  • die Freilandhaltung für Präriehunde beginnt
  • Bau eines neuen Sanitär- und Toilettenhauses sowie einer Voliere für Steppenadler

1997

  • Aufnahme des Direktors Herrn Dr. Hensch in den Verband Deutscher Zoodirektoren e. V.
  • eine Tieranlage für Rote Varis entsteht – Zäune fallen                                 

 1998

  • Verleihung des Umweltpreises der Bundesrepublik Deutschland für ein innovatives Projekt zur Energieeinsparung/Urwaldhaus mit dezentraler Wärmeversorgung für alle Tier- und Wirtschaftsgebäude                                                                                                        
  • Eröffnung des Urwaldhauses                                                      
  • der Springbrunnen am Zooeingang wird gebaut
  • ein Abenteuerspielplatzes mit der ersten Eberswalder „Hängebrücke“, Steil- und Hochrutschen entsteht
  • 1. Bock auf Zoo – Kinder, Jugendliche und „Promis“ bei der Arbeit und im Gespräch – diese Aktion wird zur jährlichen Tradition
  • Fertigstellung der Gemeinschaftsanlage für Europäische Braunbären und Wölfe
  • Bau von 5 Lehrschaupavillons mit Themen zur Umweltbildung und -erziehung
  • der Umbau des Zoos zum Bildungspark beginnt                       

1999

  • die Zooschule Märchenvilla öffnet ihre Pforten
  • Bau des „aufregendsten“ Löwengeheges der Welt                                        
  • die langjährigen Umbauarbeiten zur Barrierefreiheit im Zoo werden abgeschlossen
  • Bau eines begehbaren Kängurugeheges sowie eines neuen Geheges für Binturongs
  • eine Großvoliere für Weißkopfseeadler entsteht

2000

  • der Eberswalder Zoo wird von einer internationaler Jury als erstklassig eingeschätzt und bekommt die besten Noten aller deutschen Zoos
  • Eröffnung eines offiziellen Standesamtes in der Zooschule
  • ein Zwergottergehege sowie eine Voliere für Bartkäuze entstehen
  • der freilebende Wolf „Dreibein“ wird gefangen und erhält ein Gastquartier im Eberswalder Zoo
  • Eröffnung des Zoomuseums
  • Einweihung eines Tierhauses für Nilgau-, Hirschziegenantilopen und Kraniche
  • das Gibbonhaus und -gehege werden saniert, zusätzlich entstehen eine Teichinsel sowie eine Kletterbrücke

2001

  • das LAGA-Maskottchen „Borstel“ wird vom Zoodirektor kreiert und im Zoo getauft   
  • Bau einer Anlage für Totenkopfäffchen sowie eines Geheges für Rentiere              
  • der interessante Artenfriedhof wird eingeweiht – Projekt zum Thema: „Bewusster Umgang mit der Natur“
  • Abschluss der Pflasterarbeiten von Besucherwegen im Park, mehrere Kilometer sind nun mit Rollstühlen und Kinderwagen problemlos befahrbar, jede Tieranlage ist für Menschen mit Behinderungen erreichbar

2002

  • 1. Lange Zoonacht mit Open-Air Kino
  • die Nasenbäranlage bekommt einen Wintergarten                                     

2003

  • die Zoostraße wird eingeweiht
  • Neubau eines dritten Parkplatzes hinter dem Bahndamm
  • Bau der Südamerikaanlage mit begehbarem Wintergarten

2004

  • Frau Angela Merkel ist zu Gast im Zoo und tauft einen Pinguin                
  • die Brücke über dem Zooteich wird saniert und neugestaltet               
  • Bau des Naturbackofens „Zum Lauschigen Hans“
  • ein Aussichtsturm am Gibbongehege entsteht
  • Neubau eines Gemeinschaftshauses für Lamas, Nasenbären, Nandus und Capybaras
  • dritte im Zoo völlig freilebende Affengruppe (Katta)

2005 

  • die 1. Afrikanische Zoonacht feiert einen begeisternden Einstand und wird zur jährlichen Tradition                                                               
  • die 1. Zootour vom Zoo Eberswalde zum Zoo Rostock über 320 km bringt
  •  Spendeneinnahmen in Höhe von 30 T€ für den Zoo
  • Sanierung des Sozialgebäudes mit Geld aus einer Zooerbschaft                                                       

2006

  • 25- jähriges Dienstjubiläum von Zoodirektor Herrn Dr. Hensch
  • der Verein der Freunde und Förderer des Zoologischen Gartens Eberswalde e. V. beginnt auf Grund der finanziellen Schwierigkeiten des Zoos aktiv zu werden, neue Mitglieder werden geworben und unterstützen den Zoo tatkräftig
  • Zoo-TV ab sofort an jedem Krankenbett sowie live im Internet  
  • Verleihung des Qualitätsgütesiegels für den Eberswalder Zoo auf der internationalen Tourismusbörse in Berlin
  • der 4. Parkplatz (ehemaliges Gelände der Roten Armee) wird eingeweiht
  • die 2. Zootour über 320 km , an der erstmals auch der Zoodirektor teilnimmt, bringt dem Zoo eine Spendeneinnahme in Höhe von 35 T€ sowie ein großes Medieninteresse

2007

  • feierliche Einweihung der Bronzebüste des ehemaligen Tierparkdirektors und Ehrenbürgers der Stadt Eberswalde Günter Schulz
  • Bau eines neues Schlangen- und Schildkrötengeheges im Urwaldhaus
  • die 3. Zootour avanciert zu einem wichtigen Marketinginstrument

 2008

  • Startschuss für die 1. Fahrradtour für den Eberswalder Zoo über 100 km und 200 km durch den Landkreis Barnim mit einem Spendenaufkommen in Höhe von 40 T€ und einem sehr großen Medieninteresse                                  
  • Einweihung der Eiszeitlichen Gletscherlandschaft mit Freigehege für Sibirische Tiger sowie Gletscher- und Klimaspielplatz
  • Rekonstruktion der Gepardenanlage
  • Ministerpräsident Matthias Platzeck schreibt Lob ins Gästebuch

2009

  • Live Zoo-TV Übertragung wird erweitert, zu den sechs bereits vorhandenen Videokameras im Zoo sind drei weitere hinzugekommen
  • Umzug der Schildkröten in ein neues Haus mit artgerechter Ausgestaltung
  • 10 abschließbare Fahrradboxen – ein Unikat für Radtouristen – wird vom Infrastrukturminister Reinhold Dellmann eingeweiht
  • ein Berliner Unternehmer übergibt einen Spendenscheck in Höhe von 7.500, 00 € für Sanierungsarbeiten am Südamerikahaus
  • Zoogastronomie hat mit der Finesse GmbH einen neuen Betreiber

 2010

  • ein Energiekonzept zur Einsparung von Energiekosten wird erstellt
  • ein Vielfraßpärchen zieht, getrennt durch einen Stromzaun, in die neue Tigeranlage ein
  • die Grundschule Schwärzesee im Zoo gestaltet ein Informationshäuschen „Rettet den Frosch“
  • Neuanschaffung eines Elektrofahrzeuges, um Kosten zu sparen und die Umwelt zu schonen
  • die Werbeidee des Vereines der Freunde und Förderer des Zoologischen Gartens Eberswalde e.V. mit den Kunststoff-Löwen stößt auf immer größere Resonanz
  • Treuetaler mit Löwenkopf wird vom Zoo-Förderverein herausgegeben

 2011

  • für den traditionellen Jahresempfang des Bürgermeisters der Stadt Eberswalde ist der  Zoo Gastgeber
  • Zuchterfolg bei den Amurtigern – männliche Zwillingsbabys werden geboren
  • der Zoo präsentiert sich als Ausbildungsbetrieb beim 15. Eberswalder Berufemarkt
  • Einweihung eines neuen Außengeheges für Sporn- und Panterschildkröten
  • Fertigstellung des kompletten Neubaus einer zweiten Sanitäranlage als erstes Projekt, dass die Stadt und der Förderverein des Zoos gemeinsam realisiert haben. Neben einem neuen Damen-, Herren- und Behinderten-WC gibt es auch einen Wickelraum
  • erster Spatenstich auf der Erlebnisachse zwischen Zoo und Waldsolarheim
  • der Kunstverein „Die Mühle“ präsentiert den Kalender „Impressionen aus dem Eberswalder Zoo“ mit 12 tierischen Motiven

2012

  • nach nur 3 Monaten Bauzeit wird ein neues stadteigenes Nahwärmeheizsystem in Betrieb genommen, welches zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien und einer Kraft-Wärme-Kopplung betrieben wird
  • der Zoo erfährt bei Jugendlichen, die als Bundesfreiwillige oder im Rahmen des Freiwilligen Ökologischen Jahres tätig werden möchten, immer größeren Zuspruch
  • die Tieranlagen und Verwatungsgebäude werden mit einem neuen elektronischen Schließsystem ausgestattet
  • mit Fördermitteln der Kommunalgemeinschaft POMERANIA e.V. wird eine sehr erfolgreiche Marketingkampagne in den polnischen Medien gestartet (Werbespots im polnischen Radio und Fernsehen, Anzeigen in polnischen Zeitungen)
  • Zoo und Oder Center Schwedt starten eine gemeinsame Fotoaktion „Augen auf! Tierische Bilder gesucht!“
  • Drillingsgeburt bei den Weißbüscheläffchen
  • das Logo der Tigerradtour schmückt einen neuen Barni-Taler
  • ein junges Braunbärenpaar komplettiert das Gemeinschaftsgehege mit den Wölfen

2013

  • an einem der schönsten Tigerfreigehege Europas baut der Verein der Freunde und Förderer des Zoologischen Gartens Eberswalde e.V. einen attraktiven Aussichtsturm
  • Aufnahme dieses Turms in den Eberswalder Höhenpass
  • Etablierung eines „Nuckelbaumes“ für schon große Kleinkinder, die ihren Nuckel nicht mehr brauchen, ihn aber ab und zu noch einmal besuchen wollen
  • die Bollerwagenausleihstation wird erweitert
  • es werden 70 alte Parkbänke durch neue ersetzt
  • am Zooeingang stehen kostenfreie abschließbare Fahrradboxen zur Verfügung
  • der Zoo wird auf Computerkassen umgestellt, auch die Eintrittsbezahlung mit Kreditkarten ist jetzt möglich
  • eine neue Bushaltestelle wird vor dem Zooeingang in Betrieb genommen
  • Anlage und Gebäude des Haustierhofes werden grundsaniert
  • erste Tierparade des Eberswalder Zoos in Stettin
  • erste Live-Fernsehsendung mit Jungtieren des Zoos aus dem Studio Stettin
  • Großaufsteller des Zoos stehen im Schloss Stettin und im Botanischen Garten Przelewice (Polen)
  • der Eberswalder Zoo ist Gründungsmitglied im Deutsch-Polnischen Erlebnisnetzwerk
  • erste Tiertaufen im Eberswalder Zoo mit polnischen Taufpaten auf polnische Namen
  • mit Klammeraffen und einem Timberwolf ziehen zwei neue Tierarten im Zoo ein
  • ein junger Kronenkranich kommt aus dem Tierpark Finsterwalde nach Eberswalde
  • zwei im Zoo geborene Chinaleoparden gehen in die Zoos von Dubai und Abudabi
  • erste Drillingsgeburt bei Servalen
  • es werden 9 attraktive Zoohinweisschilder (3,50 m x 2,50 m) in der Stadt Eberswalde sowie in Oderberg, Zerpenschleuse, Biesenthal und Gartz/O. errichtet

 2014

  • Komplettsanierung des alten Gibbonhauses u. a. auch Anbau eines geräumigen Wintergartens – Umbau in eine Tieranlage für Klammeraffen
  • Aufstellung von lustigen interaktiven Großtafeln am Tigerfreigehege sowie am Gehege der Lama, Nandus und Wasserschweine
  • Neugestaltung des Eingangs- sowie Ausgangsbereiches des Zoos
  • das alte Löwenhaus sowie das Leopardenhaus werden grundsaniert
  • der Wirtschaftsempfang des Bürgermeisters der Stadt Eberswalde im Zoo erreicht einen Teilnahmerekord
  • die Zusammenarbeit mit den polnischen Medien TV Stettin, Rundfunk Stettin sowie den Zeitungen Kurier- und Glos Stettin werden weiter ausgebaut
  • erstmals können mehr als 20.000 polnische Gäste im Zoo begrüßt werden
  • es werden in Berlin, Frankfurt/Oder und Slubice (Polen) 166 Zoogroßaufsteller (Stroer) mit verschiedenen Zoomotiven beworben
  • auf den fünf wichtigsten Berliner Bahnhöfen stehen in Zusammenarbeit mit der WITO attraktive große Werbeschilder des Eberswalder Zoos
  • die 10. Tigerradour sowie die 15. Zootour (mit dem Zoo Rostock) – Jubiläumstour ist ein voller Erfolg, 40.000 € Sponsorengelder werden für den Zoo erradelt
  • zwei Europäische Jungwölfe aus dem Tierpark Perleberg, eine Trampeltierstute aus dem Tiergarten Straubing, ein Zebrahengst aus dem Tierpark Hoyerswerda sowie zwei junge Mohrenkopflemuren aus dem Berliner Tierpark kommen in den Zoo
  • am 07. Oktober wird ein kleiner Sibirischer Tiger geboren

 

Bemerkenswerte Erstnachzuchten im Eberswalder Zoo

1991   Helllroter Ara, Weißbüscheläffchen, Afrikanischer Löwe

1994   Braunbär, Nandu, Trampeltier, Känguru, Gelbbrustara

1995   Lisztäffchen, Weißkopfmaki, Malayenhornvogel

1996   Präriehund, Zwergseidenäffchen

1997   Springbock, schwarzer Leopard, Steppenadler

1998   Humboldtpinguin, Europäischer Wolf

1999   Springtamarin

2001   Steppenzebra, Flughunde, Weißstorch, Weißkopfsaki

2002   Weißkopfseeadler, Rentier, Tigerpython

2003   Gelbwangenschopfgibbon

2004   Wasseragamen, Kattaäffchen

2005   Totenkopfäffchen, Kronenkranich

2006   Grünflügelara Rotbauchtamarin

2007   Anamschildkröte Dreikielschildkröte

2008   Schwarzweißer Vari, Indigonatter    

2009  Serval, Erdmännchen, Großer Mara, Somalischaf, Quessantschaf, Schnee-Eule, Gebirgslori, Ringhandgarnele

2010  Capibara, Chinaleopard, Alpaka, Axishirsch, Alpenmurmeltier, Barockesel, Owamboziege

2011  Gelbwangenschmuckschildkröte, Gelber Maulbrüter, Prachtschmerle

2012  Weißgesichtsseidenaffe, Graue Erdnatter

2013  Emu

 

Mit der Umgestaltung des Zoologischen Gartens Eberswalde zu einem Bildungspark d. h. einer „Schule im Grünen“ und einem Zoo für die Menschen und für die Tiere steigen sowohl die Besucherzahlen als auch die Tiergeburten. Waren es im Jahr 1990 noch 160.000 Besucher so konnten zum 31.Dezember 2007 bereits 255.000 Gäste gezählt werden.

Seit geraumer Zeit nimmt der Zoo auch internationale Aufgaben im EEP (Europäisches Tierarterhaltungsprogramm) wahr. Als kleine Arche Noah werden u.a. auch vermehrt vom Aussterben bedrohte Wild- und Haustierarten gehalten und erfolgreich nachgezogen. Betrachtet man die Entwicklung des Eberswalder Tiergartens nach nunmehr 80 Jahren so kann man feststellen, dass die Eberswalder Bevölkerung trotz Krisen, Krieg, Mangelwirtschaft, politischer Wende ihren Wildpark, Heimattierpark, Tierpark oder Zoo immer geliebt und unterstützt hat.

Der heutige Zoologische Garten avancierte mit seiner stets positiven Bewertung längst zum Aushängeschild der Stadt Eberswalde. Er ist nicht nur ein weicher Standortfaktor, sondern mit seinen jährlich ca. 250.000 Besuchern auch ein Wirtschaftsfaktor für die Stadt.

Bildung, Natur- und Artenschutz sowie Forschung sind heute genauso wichtig wie die Tierpräsentation im eigentlichen Sinne, der Ort der Ruhe und Entspannung sowie die Vermittlung von Heimatliebe und Heimatverbundenheit. Auch im bundesdeutschen Maßstab sind die Zoos aus kultur-touristischer Sicht Spitze. Allein in die 58 Zoos, die wie der Zoologische Garten Eberswalde dem Verband der Deutschen Zoodirektoren angehören, kommen jährlich 32 Millionen Besucher.

 

Sehr geehrte Leser,
bleiben Sie uns gewogen und besuchen Sie Ihren Tiergarten so fleißig wie bisher. Und liebe Politiker, steht bitte im gleichen „Schulterschluss“ zu Eurem Zoo wie die vielen Bürgermeister, Stadträte und Stadtverordnete in den 80 Jahren zuvor.

Wie arm wäre unsere Kreisstadt wohl ohne ihr beliebtes Ausflugsziel ?

Dr. Bernd Hensch
Direktor des Zoologischen Gartens Eberswalde